Das Sakralchakra, oft auch Sexualchakra, wird im Sanskrit Svadhisthana genannt. Es ist das Zweite von sieben Chakras. „Sva» steht für „selbst“, „adhistana“ für „Wohnung/Wohnstätte». Wörtlich demnach: Eigenpositionschakra. Es spiegelt, was uns anzieht und wogegen wir uns sträuben. Es ist die Basis für alle unsere Handlungen.
Sitz Sakralchakra
Der Sitz des Sakralchakra ist am unteren Ende der Wirbelsäule, es ist das Energiezentrum des Kreuzbeins, kurz oberhalb des Anus, auf der Höhe des Schambeins. Es steht auch in Verbindung mit den Geschlechtsorganen, daher wird es auch Sexualchakra genannt.
Eigenschaften und Funktionen Sakralchakra
Das Sakralchakra ist dem Element Wasser zugeordnet. So wie Wasser sehr anpassungsfähig ist, kann das Sakralchakra helfen „mit dem Leben zu fließen“, entweder als „steter Tropfen“ den Stein aushöhlen oder als Tsunami scheinbar unüberwindbare Hindernisse meistern.
Bei ausgeglichenen Svadhisthana Chakra hast du einen gesunden Zugang zu Sexualität und Kreativität.
Ist es im Ungleichgewicht, können Schuld oder Scham auftreten. Sexuelles Zwangverhalten kann sich zeigen. Auf körperlicher Ebene kann es zu Erkrankungen der Sexualorgane, der Blase oder der Nieren kommen.
Ist das Sakralchakra im Reinen, werden Eigenschaften wie Demut, Hingabe, Loslassen, Mitgefühl, Intuition und Vertrauen stark. Auf dieser Ebene ist die Motivation Sex, Familie und Partnerschaft, sprich die Arterhaltung. Die daraus resultierenden Erfahrungen sind Zärtlichkeit, Sexualität und Sinnlichkeit.
Insbesondere steht das Svadhisthana Chakra in Bezug zum Geschmackssinn. Im physischen Körper werden dadurch flüssige Elemente wie Schleim, Blut, Lymphe (neben dem Blutkreislauf das wichtigeste Transportsystem im menschlichen Körper), Tränen oder Urin kontrolliert. Weiters ist das Sexualchakra der Sitz der Nierenenergie, Basis der Lebensenergie und des Blasentrakts und bringt den Wasserhaushalt des Körpers in Ausgleich.
Aktivierung und Harmonisierung Sakralchakra
Mehrere Methoden stehen zur Verfügung, das Chakra zu aktivieren:
- Meditationen, speziell mit Wasservisualisierungen (Wasserfall, Fluss, Quelle, etc..)
- Asanas, besonders: Vorwärtsbeuge und Drehsitz
- Übe besonders fließend mit harmonisierenden und reinigenden Pranayamas.
- Affirmationen: „Ich bin kreativ“ oder „Ich fließe mühelos mit dem Strom des Lebens“
- Mula Bandha