Stell dir vor, jedes Mal, wenn du etwas ansiehst, sei es ein alter Baum im Park oder die Tasse Kaffee auf deinem Schreibtisch, würdest du erkennen, dass deine eigene Heiligkeit alles umhüllt, was du siehst. Wie würde sich das auf dein Leben auswirken? In Lektion 36 aus «Ein Kurs in Wundern» geht es genau um diese tiefgreifende Erkenntnis.
Was bedeutet «Meine Heiligkeit umhüllt alles, was ich sehe»?
Stell dir vor, du wirfst einen Stein in einen stillen Teich. Die Wellen breiten sich in alle Richtungen aus, umhüllen jeden Zweig, jedes Blatt, das im oder am Wasser liegt. Ähnlich ist es mit deiner Heiligkeit. Sie ist wie eine Welle, die sich von dir aus ausbreitet und alles umhüllt, was dein Blick trifft.
Die Sichtweise aus «Ein Kurs in Wundern»:
»Sündenlos« bedeutet: ohne Sünde. Du kannst nicht ein wenig ohne Sünde sein. Du bist entweder ohne Sünde oder nicht.
Ein Kurs in Wundern: Lektion 36
Diese Worte unterstreichen, dass Heiligkeit keine Frage des Grades ist. Du bist entweder heilig oder nicht, und aufgrund deiner Verbindung zum Göttlichen, bist du es zu jeder Zeit.
Anwendung im Alltag
Wie lässt sich das konkret umsetzen? Beginnen wir mit einem simplen, aber kraftvollen Schritt:
1. Schließe deine Augen und wiederhole den Gedanken „Meine Heiligkeit umhüllt alles, was ich sehe“ einige Male in Ruhe.
2. Öffne deine Augen und lasse deinen Blick langsam im Raum umherwandern. Bei jedem Gegenstand, den dein Blick erfasst, wiederhole innerlich: „Meine Heiligkeit umhüllt [diesen Gegenstand].“
Versuche, diesen Gedanken mit allem zu verknüpfen, was du siehst – vom Fenster bis zur Tür, vom Stuhl bis zum Notebook.
| Nach dem Öffnen der Augen | Beispielgedanke |
|---|---|
| Blick auf einen Baum | Meine Heiligkeit umhüllt diesen Baum. |
| Blick auf ein Buch | Meine Heiligkeit umhüllt dieses Buch. |
| Blick auf eine Person | Meine Heiligkeit umhüllt diese Person. |
Warum das wirkt:
- Durch solch eine Übung besinnst du dich auf deine tiefe Verbindung mit allem, was existiert.
- Es hilft dir, die Welt und dich selbst in einem heiligeren, liebevolleren Licht zu sehen. Deine Angst und Urteile weichen einem Gefühl der Einheit und Akzeptanz.
Erste Schritte
Um mit dieser Praxis zu beginnen, sind einige Minuten am Tag ausreichend. Das Ziel ist, dieses Bewusstsein ständig im Alltag präsent zu halten. Das kann beim Spazierengehen sein, im Büro oder während du abends zu Hause entspannst.
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