Stell dir vor, dein Geist wäre ein Zeitreisender, unermüdlich in den Weiten deiner vergangenen Erfahrungen umherirrend. Klingt ermüdend, nicht? Dies ist die zentrale Botschaft von Lektion 8 aus dem «Kurs in Wundern», der uns lehrt, dass unsere Gedanken meist in der Vergangenheit verfangen sind, ohne dass wir es überhaupt merken.
Warum wir in der Vergangenheit leben – ohne es zu merken
Der erste Schritt zur Befreiung ist die Erkenntnis: Nicht alles, was glitzert, ist Gold. Und nicht jeder Gedanke, der deinem Geist entspringt, hat einen Wert. Du glaubst, du denkst an etwas Wichtiges, während dein Geist eigentlich leer ist. Warum? Weil diese Gedanken oft nur Reflexe der Vergangenheit sind. Damit schließt sich die Tür zur einzigen Zeit, die wirklich existiert – dem Jetzt.
Dein Geist auf der Couch – Eine Selbstbeobachtung
„Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt.“ Dieser Satz ist wie ein Wecker, der dich wachrüttelt. Und hier kommt die Handlungsanleitung aus dem Kurs, die dir hilft, diesen wirkungsvollen Bewusstseinszustand zu erreichen:
- Schließe deine Augen und lasse zu, dass du wirklich nichts siehst.
- Erforsche deinen Geist so unbeteiligt wie möglich etwa die übliche Minute lang und nimm die Gedanken, die du dort findest, lediglich zur Kenntnis.
- Beginne mit: „Ich scheine gerade über __ nachzudenken.“
- Nenne dann jeden deiner Gedanken konkret, zum Beispiel: Ich scheine gerade über [benenne eine Person], über [benenne einen Gegenstand], über [benenne ein Gefühl] nachzudenken
- Beende deine Gedankenreise mit: „Aber mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt.“
Wiederhole diese Übung vier bis fünf Mal täglich, und du wirst beginnen, die Fesseln der Vergangenheit zu lösen.
Ein praktischer Leitfaden
| Schritte | Ziel |
|---|---|
| Augen schließen | Erkenne, dass Sehen nicht notwendig ist. |
| Gedanken identifizieren | Benenne jeden Gedanken unvoreingenommen. |
| Übungsnarrativ | „Ich scheine gerade über __ nachzudenken.“ |
| Werde konkret | «Ich scheine gerade über [benenne eine Person], über [benenne einen Gegenstand], über [benenne ein Gefühl] nachzudenken» |
| Abschluss | „Mein Geist ist mit vergangenen Gedanken beschäftigt.“ |
Nimm diese Routine auf, um nicht nur deinen Geist, sondern auch dein Herz für die Gegenwart zu öffnen. Du wirst erstaunt sein, wie frei du dich fühlen wirst, wenn du die vergangenen Gedanken als das erkennst, was sie sind – Schall und Rauch.

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