Stell dir vor, du sitzt im Kino, ein Film läuft, und die Handlung fängt an, dir nicht zu gefallen. Vielleicht ist es ein Horrorfilm, und du magst solche Filme nicht. Was tust du? Bleibst du sitzen und schaust weiter, obwohl du dich unwohl fühlst, oder gehst du? Im Kino haben wir die Wahl, im Leben auch. «Ein Kurs in Wundern» lehrt uns, dass wir nicht die Opfer der Welt sind, die wir sehen. Wir haben die Macht, unseren eigenen «Film» zu gestalten. (Ein Kurs in Wundern)
Morgens und abends üben
Es gibt zwei Zeiten am Tag, um den Gedanken Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe
zu praktizieren – einmal am Morgen und einmal am Abend. Während dieser Zeiten, die jeweils drei bis fünf Minuten dauern sollen, empfiehlt es sich, die Augen zu schließen und sich langsam umzusehen, sowohl im Außen als auch im Inneren. Das Ziel ist, sich von der äußeren Welt und den inneren Gedanken zu lösen, indem man erkennt, dass beide miteinander verbunden sind.
Wiederhole dir, während du so dasitzt und ruhig deine Gedanken beobachtest, den heutigen Leitgedanken, sooft du willst, aber ohne jedes Gefühl der Hast.
Den ganzen Tag über praktizieren
Neben den festgelegten Übungszeiten soll der Gedanke des Tages auch während des gesamten Tages wiederholt werden. Dies dient als Erinnerung an die eigene Freiheit und daran, dass die Freiheit der Welt in der eigenen Freiheit liegt. Jedes Mal, wenn eine Versuchung auftaucht, soll dieser Gedanke als eine Erklärung dienen, dass man sich nicht in Knechtschaft begeben wird.
- Morgens und abends üben.
- Den Gedanken des Tages so oft wie möglich wiederholen.
- Als Reaktion auf Versuchungen verwenden.
Ein praktisches Beispiel
Stellen wir uns vor, jemand hat einen schlechten Tag bei der Arbeit gehabt. Die natürliche Reaktion könnte sein, sich als Opfer der Umstände zu fühlen – schlechte Chefs, lästige Kollegen, zu viel Arbeit. Hier kommt die Lektion 31 ins Spiel. Anstatt sich als Opfer zu sehen, kann man den Gedanken Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe
wiederholen. Das erlaubt einem, die Perspektive zu ändern und die Situation aus einem Zustand der Stärke und nicht des Opferseins zu sehen.
Warum es funktioniert
Die Idee ist nicht, die Augen vor den Problemen der Welt zu verschließen oder zu ignorieren, dass es Herausforderungen gibt. Stattdessen geht es darum, anzuerkennen, dass unsere Wahrnehmung und unsere Reaktionen auf die Welt um uns herum von unseren inneren Gedanken und Überzeugungen gesteuert werden. Wir haben die Macht, diese zu ändern.

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