Ein Kurs in Wundern stellt in seiner 13. Lektion diese Behauptung auf: Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst.
Dieser Gedanke knüpft direkt an die vorangegangenen Überlegungen an und eröffnet eine neue Perspektive auf die Art und Weise, wie wir die Welt und unsere Emotionen wahrnehmen.
Was bedeutet es, wenn die Welt als bedeutungslos wahrgenommen wird?
Im Kern dieser Lektion steckt die Idee, dass nichts ohne Bedeutung existiert. Die Herausforderung liegt darin, dass es trotz dieser Tatsache möglich ist, Dinge als bedeutungslos wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung, betont der Kurs, ruft bei vielen intensive Angst hervor.
Warum ensteht Angst?
Die Angst entsteht daraus, dass die Bedeutungslosigkeit einen leeren Raum schafft, der scheinbar eine Auseinandersetzung zwischen dem Ego und Gott heraufbeschwört. Das Ego versucht, diesen Raum mit seinen eigenen Ideen zu füllen, aus Angst davor, dass seine Machtlosigkeit und Unwirklichkeit aufgedeckt werden könnte.
Über die Übung
Die praktische Übung, die in der Lektion vorgeschlagen wird, zielt darauf ab, diesen Zusammenhang zu erkunden und zu verstehen. Indem man den Gedanken «Ich betrachte eine bedeutungslose Welt
« wiederholt und dabei sowohl mit offenen als auch geschlossenen Augen die eigene Umgebung betrachtet, wird eine direkte Konfrontation mit der eigenen Wahrnehmung und den daraus resultierenden Gefühlen ermöglicht.
| Schritt | Anweisung | Zweck |
|---|---|---|
| 1. | Mit geschlossenen Augen den Gedanken «Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst.« wiederholen | Innere Reflexion |
| 2. | Die Augen wieder öffnen und die Umgebung betrachten und den gestrigen Gedanken «Ich betrachte eine bedeutungslose Welt.« wiederholen | Übertragung der Reflexion auf die äußere Wahrnehmung |
| 3. | Augen wieder schliessen unf folgenden Gedanken wiederholen: «Eine bedeutungslose Welt erzeugt Angst, weil ich denke, ich sei in Konkurrenz mit Gott.» | Verinnerlichung der Erkenntnis |
Wie kann diese Lektion angewendet werden?
Die Lektion lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung der Welt und die damit verbundenen Emotionen zu hinterfragen. Es geht nicht darum, die Welt als tatsächlich bedeutungslos abzutun, sondern eher darum zu erkennen, wie die Etikettierung als «bedeutungslos» Angst hervorruft. In diesem Erkennen liegt die Möglichkeit zur Befreiung von Angst, indem man lernt, jede Erfahrung ohne voreilige Zuschreibungen von Bedeutung oder Bedeutungslosigkeit anzunehmen.
- Erkenne, dass Angst oft aus der wahrgenommenen Bedeutungslosigkeit entsteht.
- Praktiziere die vorgeschlagene Übung regelmäßig, um deine Wahrnehmung bewusst zu beeinflussen.
- Nimm jede Emotion oder jedes Gefühl, das während der Übung auftaucht, ohne Urteil wahr.
Erfahrungsgemäß eröffnet die regelmäßige Anwendung dieser Erkenntnisse neue Wege zum inneren Frieden und zur spirituellen Klarheit. Mehr Informationen zu dieser Lektion und weiteren Übungen sind im Buch «Ein Kurs in Wundern» zu finden.

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